30
FRUCHTHANDEL 31–32/2014
BRANCHEN-NEWS
Das neue Laborgebäude in
Hamburg-Bergedorf
Geschäftsführer Dr. Eckard Jantzen
GALAB LABORATORIES
Seit Anfang 2014 in neuen
Laborräumen in Hamburg-Bergedorf
Im Januar 2014 zog das bisher in Geesthacht ansässige Dienst-
leistungslabor GALAB Laboratories nach Hamburg. Das Fruchthandel
Magazin hat in die Labore geblickt und sprach mit Geschäftsführer
Dr. Eckard Jantzen und Prokurist Hans Wunsch am neuen Standort.
K
napp 9Mio Euro hat das Unternehmen
in den Neubau investiert. Besonders
stolz ist man auf den Einsatz modernster
Energietechnik, den größten kommerziell
betriebenen Eisspeicher, der für Wärme
imWinter und Kühlung im Sommer sorgt.
„Damit sparen wir rund 60% Energieko-
sten“ erläutert HansWunsch.
Das neue Gebäude bietet mit 4.500 m²
auf drei Etagen optimale Voraussetzun-
gen für eine weitere Expansion des Unter-
nehmens. „Wir gehören heute zu den zehn
größten Laborbetrieben Deutschlands und
sind stolz darauf, dass wir dies unabhän-
gig und aus eigener Kraft bewältigt haben“,
beschreibt Eckard Jantzen die Entwick-
lung des Unternehmens. Gegründet wurde
GALAB vor 22 Jahren – heute beschäftigt
man am neuen Standort 135 Mitarbeiter.
„Bis Ende 2014 ist ein Anstieg auf 150 ge-
plant, perspektivisch möchten wir sogar
auf 200 Mitarbeiter anwachsen“, so Jant-
zen.
Die neue verkehrsgünstige Lage mit
den nahe gelegenen Hochschulen bie-
tet Vorteile für Kunden und Mitarbeiter.
„Nachwuchsförderung ist uns sehr wich-
tig. So unterstützen wir zum Beispiel Stu-
denten, die sich mit der Entwicklung neu-
er Analysenmethoden beschäftigen. Denn
qualifizierte Mitarbeiter sind die Basis un-
serer Zukunft“, erklärt HansWunsch. Auch
international sind dieWeichen für weiteres
Wachstum gestellt. Eine Zweigniederlas-
sungdesUnternehmens gibt es inKumluca
in der Türkei. „Weitere Standorte, vielleicht
in Chile oder Costa Rica, sind für uns vor-
stellbar“, so Jantzen.
GALAB hat sich in den Anfangsjahren
vor allen Dingen im Bereich Babynahrung
und Naturkost einen Namen gemacht. „Ei-
ne unserer zentralenKompetenzen ist heu-
te die Rückstandsanalytik in Lebensmitteln
undKonsumgütern.WirsindinderLage,für
nahezu jeden Spurenstoff ein analytisches
Nachweisverfahren zu entwickeln.“ erläu-
tert HansWunsch. Das Leistungsspektrum
des nach dem neuesten technologischen
Stand undmit innovativer Gerätetechnolo-
gieausgestattetenLabors reicht inzwischen
weit über die Analytik von Pflanzenschutz-
mitteln hinaus. „Wir untersuchen alles von
Aflatoxinen über Dioxine bis zu Zink, von
Allergenen, über Mikrobiologie bis zu Ver-
packungen“, beschreibt Wunsch das Leis-
tungsspektrum. GALAB ist ein anerkanntes
Labor derQSFachgesellschaft,Monitoring-
labor für denBNN-Untersuchungsringund
außerdem Mitglied des DFHV-Partners
Deutsche Laborgemeinschaft DeLog, de-
renVorsitz GALAB-Geschäftsführer Dr. Jür-
genKuballa innehat.
u.n.
tests zeige sich, dass auchnachhaltig zuver-
lässig arbeitende Institute vor Fehlernnicht
gefeit seien. „Wichtig für uns ist, dass die
Labore die notwendigen Verbesserungs-
maßnahmen erkennen und zügig umset-
zen. Auch diese Fähigkeit gehört zu einer
guten Laborarbeit dazu.“, so Claudia Rotter
weiter. Seit dem ersten Kompetenztest im
Jahre 2006 hat sich das Niveau der Analyse-
fähigkeit enorm gesteigert. Dazu gehören
sowohl das Know-how und die Erfahrung
der Mitarbeiter als auch die technischen
Ausstattungen der Labore. Hier wurde in
den letzten Jahren von den Instituten viel
investiert. Aber auch QS hängt die Mess-
latte immer höher und entwickelte den
Kompetenztest weiter. „Wir suchen Wirk-
stoffeaus, dieFingerspitzengefühl undeine
Portion Analyseerfahrung erfordern“, hob
Kamphausen hervor. Nach Auswertung
des Kompetenztests müssen die Labore
gegenüber QS darstellen, welche Maßnah-
men sie zur Fehlerbehebung ergreifen. Ge-
legenheit für fachlichen Austausch mit QS,
Fachexpertenunduntereinander bietet das
jährliche Laborleitertreffen. Dort kannüber
Testdetails gesprochen und analytische
Problemstellungen diskutiert werden. „Die
Guten arbeiten sofort an der Beseitigung.
Es gibt aber auch immer wieder Labore,
bei denen die notwendigen Korrekturmaß-
nahmen nicht zufriedenstellend umgesetzt
werden“, sagte Wilfried Kamphausen im
Gespräch mit dem Fruchthandel Magazin.
„Der nächste Kompetenztest bringe dann
die Erkenntnisse ans Licht.“
g.b.