Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 13 Ländern folgten in diesem Jahr der QS-Einladung zum Laborleitertreffen Rückstandsmonitoring in Berlin. Die hohe internationale Beteiligung unterstreicht erneut die Bedeutung der Veranstaltung als zentrale Fachplattform für Labore der Rückstandsanalytik im QS-System.
Das vielseitige Vortragsprogramm startete mit einem Überblick zu den Laborkompetenztests 2025 durch Claudia Rotter (QS). Dr. Günther Kempe, Berater für Rückstandsanalytik von Pestiziden und Tierarzneimitteln, ergänzte die Ergebnisse um tiefergehende Einblicke in analytische Besonderheiten der abgeprüften Wirkstoffe.
In seinem sehr praxisnahen Beitrag über die Hydrolyse von Pestiziden im Routinelabor stellte Dr. Florian Hägele (CVUA Stuttgart) Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze vor.
Der Nachmittag begann mit einem Einblick über die Erfahrungen aus zwei Jahren QS-Audits durch Dr. Manol Roussev, Experte für Rückstandsanalytik.
Im Anschluss beleuchtete Dr. Nadja Buchner (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, BVL) das Thema Metabolitenanalytik. Unter anderem ging sie auf die Fragestellung für die Festlegung des Analysenumfangs von Metaboliten in Laborspektren, deren analytische Erfassbarkeit und ihre Relevanz für die Risikobewertung ein.
Ein weiterer Schwerpunkt galt dem Thema PFAS: Ruben Kause (Wageningen Food Safety Research, WFSR) gab Einblicke in die vom WFSR entwickelten PFAS-Analysetechniken. Im speziellen ging er auf die Methodenentwicklung und -validierung für die PFAS-Analytik in frischen Produkten (Obst/Gemüse) ein und stellte die Herausforderungen dar, die sich bei der Analyse von PFAS mit ultrakurzen Ketten ergeben.
Zum Abschluss ordnete Dr. Kempe aktuelle rechtliche Entwicklungen und neue Regelungen in der Rückstandsanalytik praxisnah für den Laboralltag ein.
Die thematische Bandbreite und auch der fachliche Austausch zeigten einmal mehr die zentrale Relevanz des Laborleitertreffens für Wissenstransfer, Praxisfragen und internationale Vernetzung innerhalb des QS‑Rückstandsmonitorings. Vor allem der direkte Dialog in Präsenz eröffnete einen deutlich persönlicheren Zugang und damit Raum für weiterführende Diskussionen und klare Positionen.
