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QS in 3 Minuten - Systeminformationen für die Futtermittelwirtschaft (03/2026)

10.07.2026

QS Newsletter
 

Liebe Leserinnen und Leser,

nachhaltigere Lieferketten für Eiweißfuttermittel aufzubauen – dieses Ziel beschäftigt die Branche seit Jahren. Ein zentraler Hebel ist dabei der zunehmende Einsatz von Soja aus nachhaltigeren Quellen. Mit QS-Sojaplus ist hier gemeinsam in kurzer Zeit viel erreicht worden: Seit dem Start im Jahr 2023 hat sich der Standard fest etabliert und ist heute aus dem System nicht mehr wegzudenken. Mehr zu den Hintergründen und Vorteilen erfahren Sie in dieser Ausgabe.

Seit dem 1. Juli 2026 gibt es einen neuen Service: Futtermittelhersteller und -händler können in der QS-Datenbank sichtbar machen, dass sie Futtermittel nach ITW-Vorgaben produzieren und handeln.

Darüber hinaus greifen wir Themen auf, die im Arbeitsalltag immer wieder eine Rolle spielen: Eine Erläuterung zur Kennzeichnung von Futtermitteln bietet praktische Orientierung, und auch die Bewertungssystematik in QS‑Audits ist einen genaueren Blick wert – denn es gibt mehr als nur A und K.O..

Bleiben Sie mit QS auf dem Laufenden!

Herzliche Grüße
Ihr
Dr. Alexander Hinrichs


Was wichtig für Sie ist:



   

ITW-Futtermittel: Neue Kennzeichen in der QS-Datenbank


Futtermittelhersteller und -händler können in der QS-Datenbank jetzt sichtbar machen, dass sie Futtermittel nach den Anforderungen der Initiative Tierwohl (ITW) für die Programme Frischluftstall und/oder Auslauf/Weide anbieten. Dafür stehen zwei neue Kennzeichen zur Verfügung. Mit dem Häkchen bestätigen Unternehmen, dass die Futtermittel am jeweiligen Standort entsprechend produziert oder gehandelt und auf Bestellung geliefert werden. Gleichzeitig stimmt man der Veröffentlichung als ITW-Futtermittellieferant in der QS-Datenbank sowie der Weitergabe dieser Information an die ITW zu.

Hinweis: Das Setzen des Häkchens in der QS-Datenbank ist freiwillig. Alternativ kann die Konformität weiterhin über Begleitpapiere, Bescheinigungen oder Zertifizierungen (z. B. VLOG) nachgewiesen werden.

   

Hätten Sie's gewusst?



   

Erläuterung zur Kennzeichnung von Futtermitteln als QS-Ware


Wie werden Futtermittel als QS‑Ware korrekt gekennzeichnet? Unterstützung bietet die Erläuterung zur Kennzeichnung von Futtermitteln als QS‑Ware. Sie bündelt die wichtigsten Anforderungen übersichtlich und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie QS‑Ware eindeutig kenntlich gemacht werden kann – etwa in Warenbegleitpapieren oder auf der Verpackung. So bietet sie eine praxisnahe Orientierung und erleichtert die Umsetzung der QS‑Anforderungen. Außerdem finden Sie Beispiele für die korrekte Kennzeichnung von QS-Sojaplus -Ware und das Mitführen von Lieferkettenmodellen.



Hier geht´s zur Erläuterung.
   
   

QS-Sojaplus: Ein großes Plus an Nachhaltigkeit


Mit QS‑Sojaplus wird der Einsatz von Soja als Proteinquelle in Futtermitteln nachhaltiger – und gleichzeitig praxisnah umgesetzt. QS hat den Standard gemeinsam mit Branchenexperten entwickelt, um eine einheitliche, belastbare Lösung zu schaffen, die ohne zusätzliche Zertifizierungen auskommt. Denn die Branchenlösung wird von der gesamten Kette mitgetragen. Seit seiner Einführung 2023 trägt QS‑Sojaplus dazu bei, nachhaltigere Lieferketten zu etablieren und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern. Die definierten Anbaukriterien gehen über die EU‑Vorgaben zur Entwaldungsfreiheit hinaus und stärken Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsstandards im Sojaanbau gleichermaßen.

 

Alle Informationen finden Sie hier oder in unserem Factsheet Kurz & Kompakt – mit den sechs Hauptvorteilen auf einen Blick.

   

Warum macht QS das?



   

Zwischen A und K.O.: Audits differenziert bewerten


Im QS-System geht es nicht nur um bestanden oder nicht bestanden. Die Bewertungen in den Audits sind bewusst differenziert: Neben A (erfüllt) und D bzw. K.O. (nicht erfüllt) gibt es auch B- und C-Bewertungen. Der Hintergrund: Mitunter sind Anforderungen teilweise erfüllt, und nicht jede Abweichung gefährdet unmittelbar die Futtermittelsicherheit. C-Bewertungen zeigen Verbesserungsbedarf – verbunden mit klaren Korrekturmaßnahmen und Fristen. So können Betriebe gezielt nachsteuern, ohne dass gleich drastische Konsequenzen folgen. Eine differenzierte Bewertung bildet die Wirklichkeit im Audit am besten ab, stärkt die Weiterentwicklung der Betriebe und ist gelebte Qualitätssicherung: Fehler erkennen und beheben.



Weitere Informationen zur Auditierung finden Sie im Leitfaden Zertifizierung.
   
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